Land- und Ernährungswirtschaft

 

Der Agrarsektor hat in vielen Transformationsländern einen erheblichen Anteil an der Wirtschaftsleistung und oftmals einen noch größeren Anteil an der Beschäftigung. Gleichzeitig sind die Agrarsektoren in den Ländern durch veraltete Produktionsverfahren und eine nicht mehr zeitgemäße Infrastruktur gekennzeichnet, was sich wiederum in einer niedrigen Produktivität niederschlägt. Ursächlich ist hier ein Mangel an Investitionen bzw. an modernen Produktionsverfahren. Entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten werden teilweise durch rechtliche Probleme (z.B. Abwesenheit eines Landmarkts) verknappt.

 

Freihandel – Chance und Herausforderung zugleich

Vor allem durch die Assoziierungsabkommen mit der EU ergeben sich für einige Staaten Osteuropas neue Möglichkeiten, aber auch ernst zu nehmende Herausforderungen. Um die neuen Exportchancen realisieren zu können, müssen die Agrar- und Lebensmittelproduzenten ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Gleichzeitig erhöht sich der Wettbewerbsdruck für die einheimischen Produzenten.

Mit unserer Beratung in der Land- und Ernährungswirtschaft versuchen wir, diese Ursachen direkt anzugehen. Dabei setzen wir uns mit einer Vielzahl von Politikbereichen inklusive Handel, Energie (Stichwort: erneuerbare Energien aus Biomasse) und Steuern, aber auch Industriepolitik, Bildung und Zugang zu Finanzierung auseinander. Ziel unserer Beratung ist die Realisierung von Export-möglichkeiten und Hilfestellung bei der effektiven Vorbereitung auf die eigene Marktöffnung. Ein erster Schritt ist dabei oftmals die Formulierung einer Strategie für die Entwicklung bestimmter Sektoren der Landwirtschaft.

 

Neue Konformitätsstandards

Auf der handelspolitischen Ebene analysieren wir Handelsstrukturen und bestehende Handelshemmnisse. In Vorbereitung auf die Implementierung von Abkommen mit der EU gilt es, osteuropäische Landwirte und Nahrungsmittelherstellende auf neue Qualitätsstandards vorzubereiten und entsprechende Hilfen zu leisten. Insbesondere nicht-tarifäre Hemmnisse beschneiden oft Handelspotenziale, die auf bilateraler Ebene neu verhandelt werden können. So konnte z.B. die Republik Moldau auf Basis unserer Analysen und Empfehlungen eine Erhöhung zugelassener Zoll-Kontingente für agrarische Produkte neu verhandeln, und darf nun vermehrt in die EU-Märkte exportieren.

Unsere Beratung im Bereich Agrarpolitik trägt dazu bei, die Modernisierung der Land- und Ernährungswirtschaft voranzutreiben. Ein moderner Agrarsektor ist besser in der Lage im internationalen Wettbewerb zu bestehen und die bestehenden Exportpotenziale zu realisieren.