Berlin Economics organisiert Workshop im Rahmen der OSZE-Wirtschaftskonferenz

Im Rahmen des deutschen OSZE-Vorsitzes fand am 18.-19.05.2016 die internationale Wirtschaftskonferenz unter dem Titel “Connectivity for Commerce and Investment” im Auswärtigen Amt in Berlin statt.  An der Konferenz nahmen Unternehmen, Verbände und staatliche Vertreter aus den 57 OSZE-Ländern und den 11 Partnerländern der OSZE teil. Teilnehmer hatten die Möglichkeit, Fragen der wirtschaftlichen Konnektivität im OSZE-Raum und Hindernisse zu besprechen und internationale Kontakte zu knüpfen.

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Im Rahmen der Konferenz hat Berlin Economics einen Workshop mit dem Titel “Fostering Free Trade in Regions with Protracted Conflicts – the Case of Transdniestria” organisiert. Der Workshop zielte darauf ab zu zeigen, wie Konfliktregionen trotz ihres ungeklärten Status internationalen Handel mit “Ost” und “West” entwickeln können. Dr. Ricardo Giucci, der Geschäftsführer von Berlin Economics, schilderte die Vorteile und Perspektiven einer Liberalisierung des Außenhandels für Transnistrien. Giucci verwies in seinem Vortrag darauf, dass Transnistrien bereits eine offene Volkswirtschaft ist. Zurzeit kann Transnistrien zollfrei in die EU und GUS exportieren, auf der anderen Seite erhebt es aber Zölle auf die Importe. Zur Aufrechterhaltung zollfreier Exporte muss diese Asymmetrie und damit die transnistrischen Zölle abgeschafft werden. Die damit verbundenen fiskalischen und rechtlichen Herausforderungen sehen Prof. Dr. Hans-Georg Petersen, von der Tax and Transfer Research Group Berlin, und Dr. Hans Janus, von der Deutsch-Russische Juristenvereinigung, als überwindbar an.

Joanna Pessemier, von DG Trade, informierte die Teilnehmer über die handelsrechtlichen Anforderungen, die Konfliktregionen erfüllen müssen, um überhaupt von Freihandelsabkommen profitieren zu können. Im Anschluss an die Expertenvorträge, schilderten Herr Dumitru Criminschi und Frau Svetlana Karaban, Vertreter zweier transnistrischer Unternehmen, die ganz praktischen Probleme, mit denen Unternehmen in der Region konfrontiert sind, wenn sie am internationalen Handel teilnehmen wollen. Der Workshop wurde von Philip Remler, ehemals OSCE Botschafter in der Republik Moldau, moderiert.

Präsentation: Fostering free trade in regions with protracted conflicts – The case of Transdniestria

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie auf der Webseite zur Wirtschaftskonferenz des deutschen OSZE-Vorsitzes